Alles was du über Bambus wissen musst

Wenn wir über nachhaltige Alltagsgegenstände sprechen, ist immer wieder Bambus ein Thema. Bambuszahnbürsten, Bambuskleidung oder eben wie bei uns Bambustücher. Aber warum ist Bambus eigentlich so beliebt als nachhaltiges Material? Wie wächst die Pflanze und wie wird sie eigentlich geerntet?

Bambushain / Quelle: Pixabay.de

Bambus ist ein Gras

Wir reden umgangssprachlich häufig von Bambusholz. Das ist nicht ganz richtig, denn Bambus an sich ist ein Gras. Und das hat viele Vorteile zum Baum. Denn ein Gras wächst deutlich schneller als ein Baum. So verzeichnet Bambus mancherorts eine Wachstumsgeschwindigkeit von knapp einem Meter pro Tag. Wie sagt man so schön? Da kann man beim Wachsen zuschauen! Zusätzlich stirbt die Pflanze nicht, wenn man sie erntet bzw. schneidet. Während die Buche, Birke oder sonst ein Baum nach dem kompletten Abschlagen nicht weiter wächst, erholt sich der Bambus extrem schnell und erreicht innerhalb kürzester Zeit wieder eine Höhe die man ernten kann. Manche Bambussorten werden bis zu 30m hoch und erreichen diese Höhe bereits nach wenigen Wochen.

Bambus wächst fast überall

Bambuspflanzen treten fast überall auf der Erde natürlich auf. Die einzige Ausnahme ist tatsächlich Europa und die Antarktis. Doch auch in Europa wächst das Gras gut, wenn auch nicht durch natürliche Umstände. In den letzten Jahren wurden Bambuspflanzen jedoch immer beliebter, denn die hochwachsenden Halme sind extrem robust und kommen gut mit den sich verändernden Temperaturen in Europa klar.

Man unterscheidet generell zwischen vier Gruppen: dem Zwergbambus (bis 1,5m Höhe), kleinem Bambus (1,5-3m Höhe), mittlerer Bambus (3-9m Höhe) und Riesenbambus (über 9m Höhe). Durch das dichte Wachstum und die schnell wachsenden Eigenschaften, eignet sich Bambus super als Sichtschutz im eigenen Garten. Da die Pflanze extrem robust ist, braucht es keine Chemikalien, um Ungeziefer fernzuhalten, das schafft Bambus ganz allein.

Hättest du das vorher gewusst?

Ein Alleskönner

Insbesondere in asiatischen Ländern hat der Bambus eine wichtige Bedeutung. Aus ihm werden Dachstühle und Baugerüste gebaut, Möbel, Fahrräder, Zäune und Wasserleitungen hergestellt, aber natürlich auch Textilien gefertigt, genau wie Seile oder ganz klassisch Essstäbchen. Die verholzten Bambushalme sind sehr individuell einsetzbar, denn sie sind extrem hart. Zusätzlich sind die jungen Sprossen ein wichtiges Nahrungsmittel. Sie gehören in viele Gerichte der ostasiatischen Küche.

Wenn man unsere weichen Pflegetücher in der Hand hat, denkt man gar nicht an Bambus, oder?

Bambus und die Nachhaltigkeit

Durch das schnelle Wachstum kann Bambus jährlich in großen Mengen gefällt werden, ohne dass der Bestand gefährdet wird. Außerdem speichert er im Vergleich zu Bäumen extrem viel CO2. Das ist gut für die Umwelt und das Klima. Auch der Anbau kann durch die gute Widerstandsfähigkeit der Pflanze umweltschonend geschehen, da kaum Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerungsmethoden gebraucht werden.

Ein großer Teil des hierzulande verkauften Bambus kommt von Plantagen aus China. Was erstmal nicht nachhaltig klingt und bei vielen eine negative Assoziation hervorruft, ist aber gar nicht schlimm. Denn der Bambusanbau ist tatsächlich bisher wenig industrialisiert. Stattdessen bauen viele Bauern kleine Mengen des Grases an und ernten diese selbst. Durch den sehr geringen Einsatz von Pestiziden ist dies für die Bauern häufig eine besonders angenehme Arbeit und eine gute Möglichkeit Geld zu verdienen. Mittlerweile gibt es auch einige Plantagen die mit dem FSC® Siegel ausgezeichnet sind und entsprechend noch nachhaltigeren Anbau betreiben – diesen entstammt auch der Bambus für unsere eltrovema Tücher.

Noch sind die Transportwege von Bambus weit und natürlich dürfen wir die dabei entstehenden Treibhausgase nicht vergessen. Dies ist der Grund, weshalb wir unsere Tücher direkt in China fertigen lassen. Wir arbeiten vor Ort mit geprüften Partnern zusammen, legen viel Wert auf nachhaltiges Handeln und natürlich Menschenrechte.

Doch auf diese Weise können wir die Lieferwege während der Produktion kurz halten und transportieren keine unnötigen Materialien nach Europa, denn jedes Gramm das wir einsparen, spart Treibhausgase beim Transport ein. Um die Umweltbelastung zusätzlich möglichst gering zu halten, transportieren wir ausschließlich per Schiff oder Zug und nicht mit dem Flugzeug.

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